Es bewegt sich was im Netz

Es bewegt sich was im Netz

Mehr Aufmerksamkeit mit Filmen und Gif´s

358! Minuten verbringen wir im Durchschnitt am Tag im Internet – davon 76 Minuten mit dem Smartphone. Viel Zeit für Unternehmen, um sich und seine Produkte virtuell zu präsentieren. Dabei stehen sie jedoch im harten Konkurrenzkampf um die Aufmerksamkeit der User. Diesen gewinnen Kommunikationsstrategen zunehmend mit Bewegtbildern. Wie kein anderes Medium übermitteln sie Botschaften, Lösungen und Emotionen. Das gilt auch für den BtoB-Bereich. Wenn bestimmte Voraussetzungen und Vorgehensweisen beachtet werden.

Werbefilme floppen

Wer nun denkt, er kann einen klassischen Werbefilm aus dem TV oder gar einen Imagefilm ins Internet verfrachten, sitzt dem ersten Irrglaube auf. Sicher haben es auf diese Weise in der Vergangenheit viele Marken und Unternehmen versucht und manche machen es noch immer. Allerdings mit mäßigem Erfolg. Etwa 50 Prozent der User, die Video- oder Bewegtbilder konsumieren, gucken nie oder selten Filme von Marken. Vielmehr erwarten 65 Prozent, dass ihnen in den Filmen etwas erklärt wird – also, dass sie eine Hilfestellung erhalten. Da drüber steht dann mit 75 Prozent der Unterhaltungsfaktor.

Richtige Wahl der Plattform

Nicht alles gehört auf Facebook, Instagram, YouTube und Co. Aber vieles. Dafür müssen inhaltliche Ausrichtung und Zielgruppe zueinander gebracht werden. Natürlich ist der Einkäufer oder Verarbeiter von Rohstoffen auch auf Social Media Plattformen unterwegs und wenn ihm da subtil ein Produkt unter kommt, welches er generell für sein Business verwendet, greift er auch zu oder merkt es sich. Das gilt vor allem für die unzähligen Inhaber von kleinen und mittelständischen Firmen.

Nur drei Sekunden Zeit

Mehr hat ein Bewegtbild nicht, um die Aufmerksamkeit des Users zu bekommen. Und das in der Regel ohne Ton, da dieser in den meisten Fällen auf Rücksicht auf die Umgebung ausgestellt ist. Schafft ein Video oder Gif es in dieser Zeit, dass der User dran bleibt, hat es ca weitere 30 Sekunden zur Platzierung der Botschaft. Danach nimmt die Aufmerksamkeit insbesondere auf dem Handy ab.

So funktioniert es im BtoB

Sie müssen Lösungsanbieter sein. Wenn ein User nach einem Problem, das ihn gerade beschäftigt googelt, gelangt er beispielsweise über YouTube zu einem passenden Video mit Erklärungen. Hier kommen Tutorials in Spiel – die Produkte stehen dabei nicht Vordergrund. Es kommt auf den Mehrwert an. Der Absender, also Ihr Unternehmen oder Produkt wird positiv besetzt.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein User, ob als Privatmensch oder Unternehmer ist erst einmal unwichtig, erhält seine Stromrechnung und erschreckt sich. Er will herausfinden, wie er zukünftig Strom sparen kann und googelt das. Dabei stößt  er auf einen Film, der ihm charmant in wenigen Sekunden erklärt, das ein (namenloser) Smart-Meter in Unternehmen Verbrauchsdaten so erfasst, dass man erkennen kann, wann genau wo und wieviel verbraucht wird. Und wie man durch das Aufspüren und Eleminieren von Energiefressern den Verbrauch senken und die Kosten sparen kann. Also zukünftig seine Energieeffizienz erhöht. Der Anbieter des Films hat

  1. einen Lösungsvorschlag gemacht
  2. sein Produkt platziert
  3. und sich als Experte für Unternehmen in Energiefragen ausgewiesen.

Die Glaubwürdigkeit und der Erfolg hängt natürlich neben der Story auch stark von der Kreation des Videos ab – aber dafür gibt es ja Profis. Und die empfehlen dann natürlich, dieses auch auf anderen Kanälen sowie der eigenen Webseite einzubinden. Vielleicht sogar mit einer Kampagne zu bewerben. Aber das Bedarf alles immer einer individuellen Analyse und Strategie.

Das wichtige Thema Rekruting

In Zeiten von Vollbeschäftigung buhlen heute viele Unternehmen um die wenigen Wechselwilligen Fach- und Führungskräfte. Auch die gewinnen Sie nur, wenn Sie ihre Aufmerksamkeit erzielen. Hier muss es ja nicht gleich ein Film sein – aber ein Gif, also eine kleine animierte Grafik, fängt den Betrachter bei Facebook schneller ein als eine klassische Textanzeige. Ist es dann noch witzig, kommt es durch aus in den Umlauf.